Voice Search

Voice is the new touch

Wie Sprachsuche den Content verändert

Eine klare Ansage

Der Suchanfragen sind bereits jetzt sprachbasiert

Der Österreicher nutzten im Oktober bereits Sprachassistenten

Der Jugendlichen nutzen Voice Search > 1x pro Tag

Echos und Echo Dots in deutschen Haushalten

Audio boomt. Aber nicht nur im Sinne von Bassboxen, sondern auch als digitaler Trend. Dank praktischer Devices, wie kabellose In-Ear Kopfhörer, feiert das Ohr als Sinnesorgan sein Comeback: Podcasts sind wieder ein großes Thema und Sprachassistenten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der Wettbewerb pusht die Möglichkeiten der Hard- und Software in die Höhe, der Nutzer erfreut sich an einfach zu bedienenden Gadgets.

Und macht es sich richtig gemütlich. So gemütlich, dass die Verwendung einer Tastatur zur Suche von Informationen uns bald lächerlich erscheint.

Denn: Voice Search ist nicht im Kommen, Voice Search ist schon da.

Und eines ist gewiss: Es wird immer mehr.

Was ist Voice Search?

Als Voice Search bezeichnet man Intelligente Software, die sprachgesteuert durch Lautsprecherausgabe Antworten liefert. Man unterhält sich mit seinem Computer, informiert sich, lernt, spielt und kauft ein.

Die drei großen Anbieter sind Amazon Echo (Alexa), Google Home (Ok, Google) und Apple (Siri) – die eindeutige Vormachtstellung hat jedoch Amazons Alexa. Amazon ist im kommenden Jahr vom Marketing nicht wegzudenken, deshalb gehen wir hier konkret darauf ein. Das soll jetzt keine Schleichwerbung sein, sondern ist Tatsache. Denn während sich Google hauptsächlich mit Prognosen beschäftigt, steht bei Amazon klar das spontane Kaufinteresse im Vordergrund.

This voice got some skills!

Skills sind Apps zur Erweiterung der Basisfunktionen. So kann man sich zum Beispiel Lokalnachrichten oder Satiremagazine vorlesen lassen.

Auch spielen kann man mit Alexa: Ob Rollenspiel, Quiz, Knobelaufgaben, oder Stadt-Land-Fluss, alles ist möglich.

Alexa kann auch als Entscheidungshilfe wirken: Von der Wahl des richtigen Haustieres bis hin zum Ratschlag, welcher Wein am besten zu Hartkäse passt. Als Smart Home Steuerung kann sie das Licht dimmen, die Kaffeemaschine einschalten, oder die Wohntemperatur senken. Im Grunde kann jeder seine eigene App programmieren und als Skill zur Verfügung stellen.

Und natürlich kann man mit Alexa auch einkaufen. Ein simpler Befehl und nach ein paar Tagen ist das gewünschte Produkt bei Ihnen zuhause.

Einkaufen und Empfehlungen

Die digitale Assistentin Alexa soll noch in diesem Jahr mit einer eigenen Meinung ausgestattet werden.

Diese Meinung soll nicht aus personalisierten Empfehlungen bestehen, sondern sich durch Machine Learning nach und nach selber bilden.

Eine Idee besteht darin, dass Alexa z. B. eine eigene Haltung zu TV-Serien haben soll und dementsprechend Vorschläge machen kann, die nicht auf öffentlichen Bewertungen basieren. Es sollte eher so wirken, als würde man mit Freunden sprechen, die bestimmte Serien bereits kennen und ihr Urteil dazu abgeben.

Die englischsprachige Alexa besitzt bereits jetzt eine Lieblingsbiermarke, nämlich Budweiser. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie das Produkt nicht aus der eigenen Überzeugung heraus bewirbt, sondern gegen Bezahlung.

Apropos Werbung. Amazon dementiert, dass sie jemals vorhaben, Alexa Werbeeinblendungen „vorlesen“ zu lassen. Was jedoch sicherlich kommt, ist Product Placement – wie das Beispiel Budweiser bereits zeigt.

Die Produktplatzierungen dürfen natürlich keinerlei negative Emotionen auslösen. Im Gegenteil: Es sollte ein deutlicher Nutzen für den Kunden gegeben sein, der genau auf seine Interessen und sein Kaufverhalten eingeht. Das ist selbstverständlich kein Problem für Amazon und lässt uns eine User-Experience der Extraklasse vorausahnen.

Stellen Sie sich vor …

… Sie sitzen mit Ihren Kindern im Auto und sind auf dem Weg in den Sommerurlaub. Auf halbem Weg fällt der Tochter ein, dass sie ihr Gepäck zuhause gelassen hat. „Alexa, suche ein Modegeschäft mit Kinderabteilung in der Umgebung“

„H&M in 5 Kilometer Entfernung, diese Woche Bademode ab 8,99“

Alles eingekauft, Tochter ist glücklich, Herbstsachen hat sie auch gleich besorgt.

Nach einer weiteren Stunde Autofahrt fängt der Kleine an zu quengeln: er hat Hunger, er will Pizza, sofort.

„Alexa, suche eine Pizzeria in der Nähe“

Aufgrund der vorherigen Suchanfrage weiß die Sprachassistentin, dass Kinder an Bord sind und gibt folgende Antwort:

„Ich habe folgendes gefunden: Pizzeria Venecia, Linzerstraße 27. Pizzen ab 6€, Spezialangebote für Kinder. Navigation starten?“

„Ja, starte Navigation.“

Man wird navigiert, man isst, man fährt weiter, man ist glücklich. Der Seelenfrieden währt aber nicht lange, denn die Kinder fangen auf der Rückbank an zu streiten. Auch dafür gibt es Abhilfe.

„Alexa, spiel Musik. Heavy Metal. Volle Lautstärke.“

Wann wird Voice Search verwendet?

Beim Fahren
Während einer sonstigen Beschäftigung
Während dem Fernsehen
Beim Arbeiten
Beim Kochen
Beim Laufen
Im Bad
Mit Freunden oder Familie
Im Bett

Und jetzt?

Was ist also für Unternehmen zu tun, um durch diese neue Art der Suche gefunden zu werden?

Erstens gilt es, Keywords effizient in die Online-Präsenz einzubauen. Long-Tail Keywords müssen optimal an den User-Intent orientiert sein, eine natürliche Sprache ersetzt stichwortartige Suchbegriffe. Der Content-Begriff muss neu gedacht werden, um auf neuartige Fragestellungen die passenden Antworten liefern zu können. Wissensbasierter Content, z. B. in Form von FAQ, eignet sich hierbei hervorragend.

Ist die Entwicklung eines Skills sinnvoll?
Wenn er einen Mehrwert für den Kunden mit sich bringt, auf jeden Fall. Insbesondere bis die Algorithmen der Suche ausgereift sind und man entsprechend darauf reagieren kann.

Wir werden heuer eine riesige Entwicklung der Software und einen rasanten Anstieg der Nachfrage miterleben. Man darf also gespannt sein und sollte sich am Laufenden halten, um den Zug nicht zu verpassen, der mit Schallgeschwindigkeit auf uns zurast. Zurzeit sind jedenfalls noch einige Fragen offen, die uns selbst Alexa noch nicht konkret beantworten kann. …

„Alexa, suche die optimale Vorbereitung auf Voice Search“

„Ich habe folgendes gefunden: Lunik2. Sinn-Marketing Macher.“

… doch wir halten die Ohren steif. #befirst

und das macht sinn